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STADTRANDHUND BLOG

Leinenführigkeit

  • STADTRANDHUND-Team
  • 9. März
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. März

Der „Segelflieger“ am anderen Ende: Gemeinsam entspannt zur lockeren Leine


Hand aufs Herz: Hast du dich beim Gassigehen auch schon mal gefragt, ob du eigentlich einen Hund ausführst oder einen vierbeinigen Abschleppwagen? Wenn deine Arme nach dem Spaziergang fünf Zentimeter länger sind als vorher und dein Hund die Kraft eines kleinen Kernkraftwerks entwickelt, dann willkommen im Club der „Leinen-Surfer“!


Leinenführigkeit ist oft eine der größten Herausforderungen im Hundealltag, aber sie ist auch eine wunderbare Chance, die Beziehung zu deinem Hund zu vertiefen.


Warum zieht mein Hund eigentlich?


Leinen? - In der Natur gibt’s sowas nicht! Dein Hund muss das Gehen an der Leine erst wie eine neue Sprache lernen. Zu Beginn fühlt sich das Equipment für ihn fremd und einengend an. Viele Hunde sind durch das neue Gefühl am Körper gestresst oder verunsichert, weil sie die Erwartungshaltung dahinter noch gar nicht greifen können. Noch dazu: Die Welt da draußen ist ein einziger riesiger Abenteuerspielplatz! Während wir über die Steuererklärung nachdenken, liest Wauzi die „Hunde-Zeitung“ am nächsten Baum. Dass wir hinten dran hängen wie ein nasser Sack, vergisst er vor lauter Begeisterung schlichtweg.


Gründe warum dein Hund zieht


  • Die Welt ist zu spannend: Dein Hund wird von Gerüchen und Reizen gesteuert. Er will dorthin, wo es spannend ist, auch wenn das nicht deine Richtung ist.


  • Oppositionsreflex: Sobald du an der Leine ziehst, hält er automatisch dagegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.


  • Sein Tempo passt nicht zu deinem: Von Natur aus ist dein Hund viel schneller unterwegs als du. Er muss erst mühsam lernen, sich deinem langsamen Schritt anzupassen.


  • Du bringst es ihm unbewusst bei: Wenn du ihn beim Schnüffeln hinterherziehst, lernt er, dass Zug an der Leine völlig normal ist.


  • Stress spielt eine Rolle: Zieht dein Hund aus Unsicherheit oder Angst, musst du erst die Ursache für seinen Stress finden, bevor das Training wirken kann.



Was bedeutet Leinenführigkeit eigentlich?


Im Kern geht es darum, dass dein Hund lernt, sich trotz all der spannenden Reize da draußen – seien es andere Hunde, flatternde Blätter oder interessante Düfte – an dir zu orientieren. Das Ziel ist eine lockere Leine, an der dein Hund entspannt neben dir, hinter dir oder vor dir - läuft.


Kleine Schritte, große Wirkung


  • Geduld ist der Schlüssel: Je nach Charakter kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis das Laufen an lockerer Leine zur Routine wird.


  • Früh übt sich: Mit Welpen kannst du bereits erste spielerische Übungen starten. Aber auch erwachsene Hunde können es mit den richtigen Tipps & Tricks wunderbar lernen.


  • Der positive Fokus: Belohne die Momente, in denen die Leine locker durchhängt, statt dich nur über das Ziehen zu ärgern.


  • Positive Verstärkung: Belohne deinen Hund nicht nur mit Leckerlis, sondern auch mit freundlichem Zuspruch. Eine gute Orientierung am Menschen ist die halbe Miete.



Fazit: Leinenführigkeit ist kein Hexenwerk, sondern eine Frage der Kommunikation. Es geht nicht darum, den Hund zu "maßregeln", sondern ihm zu zeigen, dass es sich lohnt, bei dir zu bleiben. Mit Konsequenz und einer großen Portion Verständniss wird aus dem Gezerre bald ein entspanntes Miteinander.


TIPP: 🚨 Die "Leinen-Logik" einführen: Benutze im Training den Rückenring des Geschirrs für die Zeiten, in denen dein Hund leicht ziehen "darf" (oder du gerade keine Zeit zum Trainieren hast), und den Brustring am Geschirr ausschließlich für kurze konzentrierte Leinenführigkeitsübungen. So lernt dein Hund durch die unterschiedliche Position der Leine sofort, wann Fokus gefragt ist und wann er einfach "Hund sein" darf!

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